Vielen Dank fĂŒr die vielen Fragen, die ihr uns geschickt habt und euer großes Interesse! Hier kommen die Antworten! Weitere Fragen können jederzeit an [email protected] gesendet werden.

Allgemeine Fragen zu MERA25

Wie seid ihr entstanden? 

MERA25 Deutschland wurde 2021 gegrĂŒndet, als sogenannter WahlflĂŒgel der pan-europĂ€ischen Bewegung Demokratie in Europa 2025 (DiEM25). DiEM25 wurde 2016 u.a. vom ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis in Reaktion auf die AusteritĂ€tspolitik der EU gegrĂŒndet.

Wie habt ihr euch entschieden, wer antritt?

Kandidat:innen mit UnterstĂŒtzung von mindestens fĂŒnf MERA25-Mitgliedern haben sich schriftlich und mit einer Video-Botschaft zur Wahl gestellt. Die Wahl fand zuerst online in einer Mitgliederabstimmung statt (alle DiEM25-Mitglieder weltweit haben abgestimmt). Die Liste wurde dann in gleicher Reihenfolge auf dem MERA25-Parteitag in DĂŒsseldorf gewĂ€hlt.

Was macht MERA25 einzigartig?

Unsere transnationale Organisationsstruktur. GrundsĂ€tzliche Entscheidungen treffen alle Mitglieder unserer europĂ€ischen Bewegung gemeinsam mittels Online-Abstimmung. Wir verbinden soziale KĂ€mpfe ĂŒber Grenzen hinweg und treten mit einer kohĂ€renten, einheitlichen Programmatik auf und zu Wahlen an. Einige unserer zentralsten Forderungen und Positionen werden von anderen Parteien und politischen Akteuren kaum oder gar nicht erhoben bzw. geteilt, z.B. die Jobgarantie, das universelle Lebenseinkommen, der Green New Deal fĂŒr Europa, die Demokratisierung der EZB und nicht zuletzt die Anerkennung des Staates PalĂ€stina als wichtiger Schritt zu einer Ein-Staaten-Lösung (ein inklusiver, demokratischer, sĂ€kularer Staat) fĂŒr den Nahostkonflikt (Details hier).

Versteht sich MERA25 als ‘Sozialdemokratisch’ oder ‘Sozialistisch’?

Nein. MERA25 ist eine linksprogressive Partei, deren Mitglieder aus einem breiten politischen Spektrum kommen. Deshalb nutzen wir bewusst keine Bezeichnung, die ĂŒber links und progressiv hinausgeht. In Bezug auf unsere Ziele und Programminhalte ist sozialistisch als Abgrenzung zum Liberalismus und Konservatismus durchaus eine passende Einordnung. Wir lehnen allerdings jegliche Form von autoritĂ€rem MachtverstĂ€ndnis ab.

Welches VerhÀltnis zum Marxismus-Leninismus nehmt ihr ein?

MERA25 versteht sich nicht als Theorie-basierte Partei, sondern wir entwickeln unser Programm mit aktiven Mitgliedern, die aus unterschiedlichen linken Traditionen kommen. Schwerpunkte und Positionen beziehen sich auf aktuelle Themen, die wir mit der europĂ€ischen Bewegung DiEM25 koordinieren. DarĂŒber hinaus verorten wir uns aufgrund der historischen Bedeutung des Begriffs Marxismus-Leninismus als Staatsdoktrin der Sowjetunion, die wir nicht als Ziel verfolgen, nicht als marxistisch-leninistisch.

Was sind eure grĂ¶ĂŸten/wichtigsten Themen?

Unser Wahlprogramm fĂŒr die Europawahl:

  • Freiheit fĂŒr PalĂ€stina, friedliche internationale Beziehungen in einem blockfreien Europa
  • GrĂŒne Transformation bezahlt von den Superreichen
  • Menschenrechte und Bewegungsfreiheit, Abschaffung von Frontex/GEAS
  • Finanzielle UnabhĂ€ngigkeit fĂŒr alle, Lebenseinkommen, Vier-Tage-Woche, bessere Löhne

Mehr Informationen findest du in unserem Wahlprogramm zur Europawahl 2024. 

Was steht bei euch im Fokus, Parlament oder Basisarbeit (Gewerkschaften, Stadtteile, usw)?

Die Basisarbeit mit lokalen Gruppen und die Zusammenarbeit mit Initiativen und sozialen Bewegungen stehen bei uns im Vordergrund. Wenn MERA25 in das Europaparlament – oder in Zukunft in andere Parlamente in Deutschland – einzieht, wird die parlamentarische Arbeit natĂŒrlich an Gewicht gewinnen, aber unsere Ausrichtung auf Basisarbeit bleibt bestehen.

MERA25 gibt es in Griechenland, Deutschland, Italien und Frankreich. Wie sind sie miteinander verbunden? Nicht in Bezug auf WĂ€hler:innenstimmen.

Aktuell gibt es MERA25-Parteien in Deutschland, Griechenland, Italien und Schweden. Die Parteien sind WahlflĂŒgel der europĂ€ischen Bewegung DiEM25. Als Grundsatz teilen wir die Werte und Prinzipien von DiEM25, die von ihren Mitgliedern – also auch, aber nicht nur, den Mitgliedern von MERA25 – entwickelt werden. Über ein abgestimmtes Programm hinaus setzt jede Partei ihre eigenen Schwerpunkte anhand der dringlichen Themen in ihren LĂ€ndern.

Habt ihr Kandidat:innen in den StÀdten Karlsruhe und Mannheim?

Du findest die Liste unserer Kandidat:innen auf unserer Europawahl-Seite. Konstantinos Tselios (Mannheim) und Grigoris Koutsogkilas (Stuttgart) sind in Baden-WĂŒrttemberg.

Warum sollte ich euch wÀhlen?

Du solltest uns dann wĂ€hlen, wenn du dich mit unserer politischen Agenda identifizieren kannst und möchtest, dass den etablierten Parteien und Politiker:innen keine Möglichkeit mehr gegeben wird, ihre Verantwortungslosigkeit und korrupte Machenschaften zu vertuschen oder zu ĂŒbertĂŒnchen. Wir werden uns konstruktiv einbringen, aber ihnen im Interesse der Vielen ordentlich auf die Nerven gehen. Das EuropĂ€ische Parlament wird dafĂŒr unsere BĂŒhne sein.

Was spricht dagegen, euch zu wÀhlen?

Wenn du ĂŒberhaupt nicht mit unseren Forderungen und unserem Programm einverstanden bist, wĂ€re das ein Grund, uns nicht zu wĂ€hlen.

Was ist der Unterschied zwischen euch und Die Linke?

“Die Linke” ist eine historisch gewachsene, nationale Partei in Deutschland, die manche Verdienste und Erfolge vorzuweisen hat, in den letzten Jahren allerdings zunehmend aufgrund eigener Fehler und interner MissstĂ€nde an Einfluss und politischer Bedeutung verliert. Sie hat es nicht vermocht, verschiedene linksprogressive Strömungen langfristig zu integrieren und auf ein gemeinsames, emanzipatorisches und gesellschaftlich transformatives Projekt auszurichten, von breiten Bevölkerungsschichten ganz zu schweigen. 

MERA25 ist eine junge Partei mit Bewegungsansatz sowie transnationaler Ausrichtung und Struktur. Wir reden internationalistischen Prinzipien und dem Konzept der lĂ€nderĂŒbergreifenden Organisierung nicht nur das Wort, sondern praktizieren dies auch. Im Gegensatz zum losen Zusammenschluss der europĂ€ischen Linksparteien bestreiten wir unsere WahlkĂ€mpfe mit einheitlichen Werten und einer kohĂ€renten Programmatik, die in vielerlei Hinsicht konsequenter und innovativer daherkommt, etwa bei unserer Haltung zum Völkermord in Gaza oder im Bereich der Finanzpolitik.

PlĂ€ne fĂŒr die Zukunft

Versprecht ihr, dass eure Stimme fĂŒr Gerechtigkeit nach der Wahl so laut sein wird wie jetzt vor der Wahl?

Ja. Solche Versprechen können natĂŒrlich leichtfertig erscheinen, aber wir bestĂ€tigen es mit Überzeugung. Eine Europawahl, egal wie sie fĂŒr uns ausgeht, geht nicht mit Regierungs- oder Koalitionskompromissen einher, und es gibt auch generell keinerlei Grund, von unseren Forderungen abzuweichen oder leiser zu werden.

MERA25 verpflichtet sich, eine klare und deutliche Haltung zu Gerechtigkeit, Transparenz und Verantwortlichkeit beizubehalten und unseren Kampf gegen den Mangel an Demokratie und die Vorherrschaft von korporativen und oligarchischen Interessen in Europa fortzusetzen. Dieses Engagement basiert auf unseren Grundprinzipien und unserem VerstĂ€ndnis von ‘radikalem’ Wandel, nicht als Extremismus, sondern als das Angehen systemischer Probleme an ihren Wurzeln, inspiriert von Persönlichkeiten wie Angela Davis. Unsere Hingabe, die Vielen statt der Wenigen zu vertreten, wird unabhĂ€ngig vom Ausgang der Wahlen bestehen bleiben, ohne Kompromisse bei unseren grundlegenden Werten und Zielen einzugehen.

Werdet ihr euch im EU Parlament einer Fraktion anschließen?

Wenn MERA25 ins EuropĂ€ische Parlament einzieht, wird es eine Mitgliederabstimmung darĂŒber geben, ob wir uns der Fraktion der europĂ€ischen Linken GUE/NGL anschließen. Andere aktuell bestehende Fraktionen kommen fĂŒr uns nicht in Frage. UnabhĂ€ngigkeit und Fraktionslosigkeit ist fĂŒr uns in jedem Fall eine Option.

Wollt ihr auch bei den Bundestags- und Landtagswahlen usw. antreten?

Ja, das ist unser Ziel. Genau wie fĂŒr die Europawahlen werden wir dafĂŒr eine festgelegte Anzahl von UnterstĂŒtzungsunterschriften von Wahlberechtigten brauchen, um uns zur Wahl stellen zu können.

Tretet ihr auch bei den sÀchsischen Kommunalwahlen an?

Nein, bei den Kommunalwahlen in Sachsen am 9. Juni 2024 treten wir leider nicht an. Wir arbeiten daran, bei zukĂŒnftigen Wahlen dabei zu sein.

“Vereintes Europa”? Warum wollt ihr eine europĂ€ische föderale Union? Stimmt das?

Wir stehen fĂŒr eine Dezentralisierung der Macht in der EU, doch soll diese Macht nicht in die nationale SouverĂ€nitĂ€t zurĂŒckkehren, sondern in einen transnationalen Zusammenschluss, der sich ĂŒber den europĂ€ischen Kontinent und darĂŒber hinaus erstreckt. Dieser fĂŒr alle interessierten Staaten offener Zusammenschluss soll die Form einer EuropĂ€ischen Republik annehmen und sich auf aktive demokratische Institutionen stĂŒtzen. Ordnungsrahmen sollen nicht lĂ€nger die Nationalstaaten, sondern Regionen und StĂ€dte sein. Eine verfassungsgebende Versammlung soll einen neuen Gesellschaftsvertrag fĂŒr die Errichtung der EuropĂ€ischen Republik erarbeiten und beschließen.

Habt ihr PlÀne, nach der Wahl in weitere EU-LÀnder zu expandieren?

Es gibt aktuell in verschiedenen EU-LĂ€ndern Initiativen, eine MERA25-Partei zu grĂŒnden. Das passiert allerdings in den jeweiligen LĂ€ndern selbst. Als MERA25 Deutschland unterstĂŒtzen wir europĂ€ische Genoss:innen in ihren Vorhaben, so gut wir können.

Gesellschaftspolitik:

Wie steht ihr zum Thema Prostitution? Auch bezĂŒglich Nordisches Modell


Wir wollen freiwillige Sexarbeit destigmatisieren. Wir unterstĂŒtzen die körperliche Selbstbestimmung von Frauen*. Deshalb wollen wir freiwillige Sexarbeit und das Anbieten sexueller Dienstleistungen destigmatisieren, indem wir das Prostitutionsschutzgesetz reformieren. Gewalt, Zwangsprostitution und Menschenhandel wollen wir stĂ€rker bekĂ€mpfen. Opfern von Menschenhandel wollen wir grundsĂ€tzlich ein uneingeschrĂ€nktes Bleiberecht einrĂ€umen, sowie den Zugang zu Kronzeugenregelung und Zeugenschutz ausbauen.

Innerhalb von MERA25 gibt es unterschiedliche Stimmen, einige unterstĂŒtzen das Nordische Modell, andere lehnen es ab. Dieses Thema steht fĂŒr eine bevorstehende Abstimmung der Mitglieder nach den Wahlen an und wird noch aktiv diskutiert 

BefĂŒrwortet ihr ein Tempolimit? 

Ja. Deutschland ist das einzige europĂ€ische Land, das kein Tempolimit auf Autobahnen vorschreibt. Ein Tempolimit mindert den CO2 Ausstoß, was positive Effekte auf die Gesundheit und auf die Umwelt hat, und macht insgesamt die Straßen sicherer. 

UnterstĂŒtzt ihr die 4-Tage-Woche? Habt ihr dafĂŒr PlĂ€ne?

Ein zentrales Thema unseres Wahlprogramms ist die finanzielle UnabhĂ€ngigkeit, zu der auch ein wĂŒrdiges Arbeitsleben fĂŒr alle mit der EinfĂŒhrung der Vier-Tage-Woche gehört. Die Umsetzbarkeit dieser Forderung ist kein Hirngespinst, wie eines unserer Vorstandsmitglieder im Beitrag zur Vier-Tage-Woche beschrieben hat.

Welche AnsÀtze verfolgt ihr zum Thema Bildungspolitik?

Bildung soll dazu beitragen, eine humanistische und internationalistische Perspektive zu fördern. Sie ist eine zentrale Aufgabe der Gesellschaft. Schule ist eine wichtige Institution der Bildung. Wir wollen die Wechselwirkungen von Gesellschaft und Bildung insgesamt thematisieren, erforschen und stetig zeitgenössisch weiterentwickeln. Wir wollen außerschulische Lernorte etablieren und erhalten: SchwimmbĂ€der, Bibliotheken und Vereine z.B. sind unerlĂ€sslich. (Kommunale) Infrastruktur und Bildung sind eng verflochten. Erstere auszubauen bedeutet, letztere zu fördern. Konkret wollen wir integrierte Gesamtschulen und Ganztagsbetreuung ausbauen, Inklusion fördern, den Bildungsföderalismus ĂŒberwinden und Bildungsinhalte globaler (d.h. weniger eurozentristisch) ausrichten. Weitere Informationen findest du in unserem Grundsatzprogramm ab Seite 127.

Außenpolitik

Wie steht ihr zu Sanktionen ggĂŒ. kriegstreibenden LĂ€ndern wie Russland und Israel?

Wir verurteilen unmissverstĂ€ndlich sowohl Putins Invasion der Ukraine als auch die illegale israelische Besetzung palĂ€stinensischer Territorien. Wir schließen uns dem Aufruf von DiEM25 vom 18. Oktober 2023 an die EU an, unverzĂŒglich Sanktionen gegen die israelische Regierung zu verhĂ€ngen. Wir unterstĂŒtzen auch Sanktionen gegen russische Oligarchen, Politiker und EntitĂ€ten, die den Angriff auf die Ukraine vorantreiben oder finanziell davon profitieren.

Was ist eure Position zum Assad-Regime in Syrien?

Unsere prinzipielle Haltung gegen Imperialismus und Militarismus ĂŒberall ist fĂŒr uns die Grundlage fĂŒr eine klare Verurteilung all der Menschenrechtsverletzungen, die von der Regierung von Bashar al-Assad in Syrien verĂŒbt wurden/werden. Egal wo Diktatoren oder autoritĂ€re Regime die Bevölkerung eines Landes unterdrĂŒcken, stehen wir auf der Seite der Bevölkerung, die die Politik in ihrem Land frei und unabhĂ€ngig selbst bestimmen muss.

Was werdet ihr tun, um die (schlechte) Behandlung des Kongo durch die EU zu beenden?

Die grĂŒne Transformation zu erneuerbaren Energien in Europa darf nicht auf Kosten der kongolesischen Bevölkerung und ihres Landes erfolgen. Es liegt in der Verantwortung der EU, einen radikalen Wechsel zu einem nachhaltigeren System zu unternehmen, das die Menschenrechte achtet und kongolesischen Menschen zu Gute kommt. Die EU muss die Finanzierung des ruandischen MilitĂ€rs einstellen, das beschuldigt wird, zusammen mit der M23 Kriegsverbrechen in kongolesischen Gebieten zu begehen. Transnationale Unternehmen mĂŒssen unverzĂŒglich Maßnahmen ergreifen, um Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen durch Rohstoffabbau zu verhindern. Dies muss auch die EntschĂ€digung und Wiedergutmachung fĂŒr die Opfer beinhalten. 

Was ist eure Position zum Russland-Ukraine-Krieg?

Der Kriegsausbruch hat mehrere Ursachen. Er ist höchstwahrscheinlich sowohl zurĂŒckzufĂŒhren auf innen- und machtpolitische ErwĂ€gungen im putinistischen System Russlands, als auch auf geopolitische Spannungen und ein kollidierendes Hegemonialstreben Russlands und “des Westens” (EU/USA/NATO) in Osteuropa. Nach ĂŒber zwei Jahren der KĂ€mpfe (die KĂ€mpfe seit 2014 nicht dazugezĂ€hlt) fordert der Konflikt bereits einen Blutzoll von mindestens zehntausend toten ukrainischen Zivilist:innen sowie mehreren zehntausend gefallenen Soldat:innen auf beiden Seiten, wĂ€hrend die zivile Infrastruktur der Ukraine laufend SchĂ€den nimmt, die noch in Jahrzehnten zu spĂŒren sein werden. Ein sofortiger Waffenstillstand und die Aufnahme von Verhandlungen sind zwar mutmaßlich gegen die Interessen des militĂ€risch-industriellen Komplexes, aber imperativ fĂŒr die Verhinderung weiteren Leids und einer nuklearen Eskalation. Unsere detaillierte Position und ein möglicher Friedensplan können eingesehen werden.

WĂŒrdet ihr weiterhin Geld an die ukrainische Armee schicken?

Wir glauben nicht an Militarisierung. Kontinuierliche AufrĂŒstung ist kein gangbarer Weg zur Konfliktlösung und dient vor allem den Waffenherstellern. Im Falle des Krieges in der Ukraine dĂŒrfen weitere Waffenlieferungen nur als letzter Ausweg betrachtet werden, dĂŒrfen nur die zur Verteidigung (nicht zum Angriff) notwendige AusrĂŒstung umfassen, mĂŒssen auf transparente Weise erfolgen, ohne dass sich private Unternehmen bereichern, und mĂŒssen strikt an die Bereitschaft geknĂŒpft sein, die KĂ€mpfe einzustellen und auf dem Weg zu einer Verhandlungslösung und einem dauerhaften Frieden voranzukommen. An erster Stelle muss ein sofortiger Waffenstillstand stehen.

Umweltpolitik und Tierschutz 

Wie ist eure Meinung zum Thema Umweltschutz, Tierschutz? 

Wir wollen die industrielle Massentierhaltung beenden, da sie den Tieren großes Leid zufĂŒgt, unsere Böden auslaugt und das Grundwasser verschmutzt. Weltweit ist die Massentierhaltung derzeit fĂŒr 18-20% der Treibhausgasemissionen verantwortlich. Stattdessen wollen wir naturnahe Beweidung zum Erhalt der Ökosysteme fördern. Tierbesatzdichten wollen wir abbauen und unsere Landwirtschaft von ihrer Exportausrichtung befreien. Lebendtransporte von Nutztieren zum Schlachthaus wollen wir stark einschrĂ€nken und setzen stattdessen auf den Einsatz mobiler Schlachtboxen.

Was ist euer Standpunkt zum Klima, wie wollt ihr CO2 Ausstoß senken?

Wir möchten eine EuropĂ€ischen GrĂŒne Energieunion in Kooperation mit Europas Nachbarregionen aufbauen, die erneuerbare Energien und nachhaltige Technologien (Solarstrom aus dem SĂŒden, Offshore-Windkraftanlagen, ausgebaute FernwĂ€rmenetze und Leitungen fĂŒr grĂŒnen Wasserstoff) nutzbar macht und gerecht und dynamisch verteilt. Unser Green New Deal fĂŒr Europa macht darĂŒber hinaus viele realistische VorschlĂ€ge zur raschen Dekarbonisierung der öffentlichen Infrastruktur (bspw. des Verkehrswesens) und des Privatsektors, ohne Europas Einwohner:innen finanziell zu belasten. Konzepte gibt es ausreichend, was (aufgrund von Lobby-Einfluss) fehlt ist der politische Wille zur Umsetzung.

Anderes:

Wie kann man euch von Turtle Island (Nordamerika) aus unterstĂŒtzen?

Es gibt die Möglichkeit Mitglied bei DiEM25 zu werden, danach kann man eine lokale Gruppe grĂŒnden oder online aktiv werden. Auf dem internen DiEM25-Forum kann man sich mit Mitgliedern in den USA, Kanada und Mexiko verbinden.

Wie kann ich euch vor der Wahl wÀhlen und was muss ich sonst noch wissen, wenn ich zum ersten Mal in DE wÀhle?

Du kannst entweder per Briefwahl wĂ€hlen, welches du beantragen kannst. Oder du wĂ€hlst direkt bei deinem Wahllokal, was auf dem Wahlzettel erwĂ€hnt wird. DafĂŒr musst du nur deinen Ausweis und den Wahlschein mitbringen. Mehr Informationen findest du auf unserer Seite zur Anmeldung zur Europawahl.

Darf man an Unis fĂŒr MERA25 werben? 

Ja, aber wir empfehlen dir, das vorher mit deiner UniversitĂ€t abzuklĂ€ren, um sicherzustellen, dass du keine Probleme bekommt. Du kannst Kampagnenmaterial online bestellen.

Organisiert ihr noch weitere Wahlkampfveranstaltungen oder Events?

Ja, sicher! Auf unserer Event-Seite findest du Informationen ĂŒber anstehende Events.